laughing & fighting on display

mit Xéna N.C., Eszter Kallay, Majse Vilstrup, Marlene Jobe, Sara* Hawy, Vitória Monteiro, Zeljka Aleksic, arielanil, Luiza Furtado, Sandy Wetcliff Crew und Mala Sirena Chor

 

15+

Ausstellung

 

Wie drückt sich feministischer Widerstand im künstlerischen Körper aus?

In dieser Ausstellung stellen Abgänger*innen und Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien und der Universität für angewandte Kunst Wien Arbeiten vor, die sich auf performative Weise mit dem positiven lebensbejahenden Potential feministischer Aktivität auseinandersetzen.  Einengende Normen, Körper- und Geschlechtsbilder werden verabschiedet und neue Formen fröhlicher Solidarität erprobt.

 

Kuratiert von Berenice Pahl

Termine

Mo  7.3. - So 13.3.   09:00-20:00

Eintritt frei

Vernissage

Mo 7.3. 18:00. Um 18:30 wird MALA SIRENA CHOR die Ausstellung und das Festival eröffnen

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© Anna Barfuss und Lisa Edi

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MALA SIRENA / The Ghosts Within versteht sich als queer-feministischer Konzeptchor.

MALA SIRENA will das Verdrängte zum Vorschein und das Ausgeschlossene zum Schwingen bringen.

MALA SIRENA sendet mixed messages. MALA SIRENA fokussiert auf Unterbrechungen und Auslassungen, auf Leerstellen als Möglichkeits- und Resonanzräume, aus denen sich neue Stimmen erheben können.  

MALA SIRENA kommuniziert mit Gespenstern.

MALA SIRENA ist eine schlechte Sirene. MALA SIRENA erscheint und verschwindet.

MALA SIRENA wurde im Herbst 2017 von Florian Paul Ebner und Constanze Ruhm gegründet

Hautbetont 

Grapefruit

Marlene Jobe, 2017/2022

 

Die zerbrechliche und feine Struktur der Grapefruit, symbolisieren das Zarte und Kostbare der Haut. Es ist ein Zusammenspiel aus Kontrasten, es kann das Schöne darin erkannt werden, aber auch das Verschrumpelte oder die vertrocknete Haut. Durch die Unterhosen werden Fragen zu der Sinnlichkeit und der Weiblichkeit der Haut und des Körpers auf vielschichtiger Art erzeugt. 

© Marlene Jobe

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Die Verwandlung #2

Xéna N.C., 2022

 

Diese performative Arbeit ist von der Erzählung Franz Kafkas "Die Verwandlung" inspiriert. Doch der Mann wacht nicht wie in der Erzählung plötzlich als Käfer, sondern im Körper einer Frau auf.

Die Künstlerin stellt ihr Alter Ego James Lorenzo in dieser Erzählung vor. Sie schildert auf eine humorvolle Art und Weise die Erfahrungen einer weiblich gelesen Person im Alltag. James Lorenzo sieht sich nach seiner Verwandlung mit den Schwierigkeiten als Frau im Patriarchat konfrontiert - schnell wächst der Wunsch, bald wieder als Mann zu erwachen.

James Lorenzo als Mann © Marlena Iglseder

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© Eszter Kallay

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© Majse Vistrup

Darling, You Wrote Something Wonderful

Eszter Kallay, 2021

This video work is exploring women’s invisible labor in cultural production and inquires how
women’s labor is subsumed to men’s creative labor through intimate relationships. It is based on four deep and long interviews with women
who work or who have once worked in the literary field in Budapest. Inthe end, a complex and personal visual poem in the form of a video wascreated, putting the subject of household and reproductive labor into the foreground. In the film I also worked with the life stories of my
two grandmothers to highlight how their life was shaped by invisible care work in a major way. 

Supply and a Million Times Goodbye

Majse Vilstrup, 2020

An auction house is a theatrical world of codes and gestures, which only the initiated understand. Here, works of art are put ‘under the hammer’ and change owners, as their artistic value is measured in monetary terms. With borderline absurd humour and an unusually sharp eye for the telling details, Majse Vilstrup records the dramaturgy of an auction and the symbolic exchange. At the same time, she studies those present as if they were a rare and surreal animal species. Her film is a warm and witty analysis of all the mechanisms through which works of art become objects that allow buyers to measure their status.

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Abfälle

Vitória Monteiro, 2021

 

„Abfälle“ ist eine Serie, die die neoliberale Wirtschaft aus einer technofeministischen Perspektive kritisiert und die Blume als Metapher für Weiblichkeit* aktualisieren möchte. Alle hier verwendete Materialien entstehen aus Industriereste und die fiktiven Blüten wurden mit VR- und KI-Technologien hergestellt. Deren Materialität bietet in diesem Kontext eine utopische Antwort an: Nicht indem es die Fantasie eines Anderswo imaginiert, sondern als Alternative zur hegemonialen Ordnung besteht.

Entstanden in Kooperation mit

Vanessa Opoku, Christian Schmidts, Julia Ziener and Leandro Barros
 

© Vitória Monteiro

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KOŽA / SKIN

Željka Aleksić, 2021

 

Koža / Skin is a video, an attempt to show two parallel stories in five minutes on the same day from three different perspective. Subjective, objective and a mediated images of a human body via social media networks. Banal metaphors aim to show the trivial seriousness of society but also of the individual, with the need to speak first-hand about their strengths and weaknesses. This video is a life experience of a woman in her third decade of life with all the advantages and disadvantages that her mind, body passing trough shaped by societal expectation in which she currently lives.

© Zeljka Aleksić 

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© e. a. sattler, Sandy Wetcliff Crew

 

Objects of Fear

Sandy Wetcliff Crew, 2022

 

Die Performance Objects of Fear ist der Beginn einer Aufarbeitung. Einer Aufarbeitung der ungelösten Emotionen, Traumata und der tiefsitzenden Ängste, die wir alle in uns tragen. Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Angst ist ein Versuch, sich ihr anzunähern, sie durch neue Rituale aus einem Raum und aus unserem Alltag zu extrahieren und sie zu etwas Konstruktivem zu instrumentalisieren. Die Performer*innen, die durch diesen Prozess gehen, bewegen sich in einem Post-Gender Kontext. Sie entspringen aus nicht-binäre Lebensrealitäten, die in ihrer Loslösung von Festschreibungen doch wieder uns allen eine Identifikationsmöglichkeit geben. Objects of Fear will einen Beitrag zur Bewusstmachung und Bearbeitung von Angst leisten. Denn es ist Zeit wieder Utopien zu finden.

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Crosta

Luiza Furtado, 2021

 

Luiza performed Crosta at Roberta Lima's BRIGHT Exhibition, Vienna Art Week 21. Using textile craft as main support, she blends oniric scenarios that flourish from trauma to the ritualistic displacement of scars. Building up a colorful set of wearable devices triggered intuitive movement and orality in space. 

She danced a symbolic cut with her Child and adolescent bodies luggage. The work presented at SKIN Festival is a residual object from this passage.

© Anne Meerpohl

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© Fahad Alsamarai

Are You an Ally?
Sara Hawy*, 2021

 

This interactive artwork creates a safe space for diverse people & communities to promote equality, inclusivity, acceptance, solidarity & queer intersectional feminism. It underlines the existing need for active allyship with minorities, as well as the importance of visibility to fight any form of discrimination & opression.

The performance raises awareness to problematic issues like rainbow washing and misrepresentations of the LGBTQ+ community during pride month through companies that use this marketing tactic as a capitalist approach to gain new customers without being an active ally & doing anything for the queer community.


 

Der Weg zur Akzeptanz _arielanil .jpg

Mit Haut und Haar 

arielanil, 2022

 

In ihrem künstlerischen Schaffen, beschäftigt sich arielanil, gebürtige Wienerin mit Migrationshintergrund aus Kerala, viel mit ihrem eigenen Weg der Emanzipation, der im Progress ist.  In Zusammenhang zur Erstaufführung ihrer Performance am 12.02. vermittelt das Poster mit ihren ausgefallenen Haaren, die Schönheitsideale einer weiblich gelesenen Person aus Kerala, vor allem was es die Körperbehaarung und Hautfarbe betrifft. Diese Werte werden auch in all die Länder mitgetragen, wohin die Familien auswandern und werden eventuell in ihrer Erziehung kritisch hinterfragt oder eben nicht. 

 © Khadisha Dabayeva, 2021