3  Festivals
1  Anliegen

SKIN

DAS
FESTIVAL

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Was unter die Haut geht oder braucht es ein dickes Fell, um als junger Mensch man selbst zu sein?

 

Haut umhüllt uns alle. Sie schützt uns und lässt uns spüren. Sie ist verletzlich und doch widerstandsfähig. Sie trennt und verbindet uns.

 

Hautfarbe ist ein mächtiges soziales Ein- und Ausschlusskriterium. Wir werden nach ihr bewertet und sie kann zur Kampfzone unseres Seins werden. Auf der Haut werden Spuren hinterlassen und Geschichten eingeschrieben. Sie signalisiert und marginalisiert.

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Ihre Beschaffenheit ist individuell und sagt viel darüber aus, was wir unserem Körper zugemutet haben. Nicht ohne Grund wird die Haut als „Spiegel der Seele“ bezeichnet.

Diese Festivals sollen unter die Haut gehen und was unter die Haut geht, soll auch infizieren!

1 Anliegen

3 Festivals

Wer ist unser Publikum und wer repräsentiert es auf der Bühne? Welche Stimmen, Gesichter und Körper werden sichtbar gemacht und was können wir dadurch als Theaterhaus bewirken? Das Programm verhandelt Themen für ein junges erwachsenes Publikum zwischen 15 und 23 Jahren. Es geht ganz explizit um brennende gesellschaftspolitische Fragen, wie die Gleichberechtigung aller Menschen und ihr Selbstbestimmungsrecht, die Freiheit, sich nicht festlegen zu müssen und nicht einfach lesbar sein zu dürfen, unabhängig vom Aussehen des Körpers, des Geschlechtes und der sexuellen Orientierung, der Herkunft, sozialen Zugehörigkeit, Hautfarbe, Muttersprache oder Religion.

 

Die Festivals richten sich grundsätzlich an ein diverses Publikum aller Generationen.

Sie sollen die Anliegen der Zuschauer:innen stärken, eine Haltung einfordern und die Lust auf Tanz und Performance triggern.

Deshalb beziehen wir als Dschungel Wien eine ganz klare Position, was das Anliegen von Kindern und Jugendlichen betrifft: Wir sind ein Ort, an dem Diversität, Feminismus, Queerness und Toleranz gelebt werden. In einer Gesellschaft, die sich als plural versteht, die sich von ‚multi‘ über ‚inter‘ zu ‚trans‘ entwickelt hat, geht es nicht mehr um die Integration der anderen, sondern um Inklusion aller.

Mit Internationalen Gastspielen und lokalen Produktionen freier Gruppen sowie Lectures, Talks, Konzerten, Workshops und Partys soll einerseits marginalisierten Communitys und Menschen eine Plattform geboten werden, um sich zu vernetzen, zu stärken und auszutauschen, aber auch Vorurteile abgebaut und neue Sichtweisen gewonnen werden. Neben aller Skepsis, Sorge und Wut, die hier einen Ausdruck finden, geht es auch um befreiendes Lachen, beißenden Spott und anarchistischen Witz!

migration:
our way to diversity!

Wenn Kunst und Kultur verbindet, dann müssen wir vor allem mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Dialog treten und darüber diskutieren, wie die vielen verschiedenen Realitäten von Menschen, die hier leben, verbunden werden können und wie wir Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung überwinden können. Diversität als Motor für eine lebenswerte tolerante Gesellschaft verstehen und für ein Selbstverständnis von unterschiedlichsten Lebensentwürfen plädieren.

Daher gilt unser erster Schwerpunkt von „SKIN – was unter die Haut geht“ jungen Künstler:innen, die entweder hierher migriert, geflüchtet oder als sogenannte 2. Generation hier geboren sind. Welche Perspektiven eröffnen sich für sie und mit welchen Realitäten sind sie konfrontiert? Sie teilen ihre Geschichten, Ansichten und Gedanken. Es geht um Angst und Hoffnung, Freude und Trauma, Freundschaft und Abgrenzung. Hier werden unterschiedliche Sichtweisen getanzt, performt, erzählt und heiß diskutiert

Denn in einer globalen Welt sind wir alle ein Teil voneinander!

Let your diversity guide the way!

23.9. –2.10.21
Postmigrantische Realitäten/Rassismus/Diversität

 
my body, my rules!

Ab jetzt werden Geschichten anders erzählt! Non-binary, trans und queer sind mehr als nur Labels, sie sind gelebte Realität in lebendigen Körpern. Es erwarten dich bitches, butches, dykes and divas and all the fags united.

Die heilige Dreifaltigkeit ist weiß, heterosexuell und Cisgender. Was normal ist und was sich außerhalb dessen bewegt, bestimmt wird uns suggeriert: Es wird eingeteilt, dokumentiert, erfragt, gelabelt, geformt und eingeflößt. Wie wir andere Körper, Geschlechteridentitäten und Sexualitäten bewerten, hängt von unseren Sehgewohnheiten ab.

Eine Woche lang steht die Auseinandersetzung mit Geschlechter- und Körpernormen und dem eigenen Begehren im Mittelpunkt.

Let your queerness guide the way!

22.–28.11.21
Queerness/Sex & Gender/Body Positivity
laughing & fighting
FEMINIST RESISTANCE NOW!

Anarchie und Widerstand muss nicht bierernst und humorlos sein!

Aufbegehren gegen Diskriminierung, Normierung und Reglementierung kann und soll auch Lust und Freude machen :)

Die Mär von der Feministin, die keinen Spaß versteht, wird hier und jetzt verabschiedet: Sieben Tage lang zeigen uns Performer*innen mit tiefsinnigem, entlarvendem oder absurdem Witz Widersprüche in der globalen Herrschaftsordnung auf.

Patriarchale Machtansprüche werden verspottet und mit geballter, lebensfroher Energie wird Utopie gedacht und gelebt. Partizipative Formate laden Euch ein teilzunehmen, mitzulachen und Eure Ideen zu einer anderen Frau*schaftsform kundzutun.

Let your humor guide the way!

7.-13.3.22
Feminismen/Intersektionalität/
Anarchie & Humor